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Operation
- die erste Säule der Therapie

Die Therapie des Ovarial- und Eileiterkrebs besteht
aus einer ausgedehnten Operation und
einer anschließenden zytostatischen Behandlung.
Auch die Behandlung des Bauchfellkrebs (Peritonealkarzinom) verfolgt diese Strategie. Eine Vielzahl von Studien konnte
eindeutig belegen, dass Patientinnen von
einer maximalen Tumorentfernung profitieren.
Durch diese Analysen konnte eindeutig
gezeigt werden, dass der postoperative
Tumorrest den wichtigsten Prognosefaktor
darstellt. Sowohl
bezüglich des tumorfreien Überlebens
als auch des Gesamtüberlebens haben Patientinnen
ohne postoperativen Tumorrest
die beste Ausgangssituation.
Das operative Management des Ovarialkarzinoms
beinhaltet einen längsgerichteten
Bauchschnitt (Längslaparatomie), der vom
Schambein (Symphyse) bis über den Bauchnabel
reicht, um die detaillierte Inspektion
des Bauchraumes (Abdomens) und die komplikationsarme
Durchführung der operativen
Prozeduren zu ermöglichen.
Die operative Therapie besteht aus der Gebärmutterentfernung
(totale Hysterektomie,
1) mit beidseitiger Eierstockentfernung
(Salpingo-Oophorektomie, 2) der kompletten
Entfernung der Bauchschürze (infragastrale
Omentektomie, 3) und der systematischen
Lymphknotenentfernung im
Bereich der Beckengefäße und Bauchschlagader
(pelvine und paraaortale Lymphonodektomie,
4). Lassen sich nicht alle Tumorknoten
im Bauchraum entfernen, so wird
im Allgemeinen auf die Lymphknotenentfernung
beim Eierstock- und Eileiterkrebs
verzichtet. Ferner kann die weitere Entfernung
von Organen oder Strukturen wie Darmanteilen (5) oder Bauchfell (6), die
durch den Tumor besiedelt sind, notwendig
werden.
Wenn am Bauchfell keine Tumoren erkennbar
sind, sind Gewebeproben zu entnehmen
oder eine Bauchspülung mit Kochsalzlösung
durchzuführen, um einen Befall sicher auszuschließen.
Um eine optimale Tumorentfernung bzw. -verkleinerung zu erreichen,
ist ein primär interdisziplinäres Vorgehen
(Gynäkologen, Chirurgen) notwendig
und sollte deshalb stets eingeplant werden.
Das endgültige Ausmaß der Operation kann
erst zum Zeitpunkt des Eingriffs festgelegt
werden. Deshalb wird der Arzt vor der Operation
mit der Patientin alle möglichen Ausweitungen
besprechen. In Tumorzentren
werden diese Operationen routinemäßig
durchgeführt, dennoch können Nebenwirkungen
und Komplikationen auftreten.
Auch hierüber wird vor der Operation ausführlich
mit der Patientin gesprochen. Bei
der Flut an Informationen ist es oftmals
hilfreich und auch wünschenswert, wenn
ein Familienangehöriger oder ein Bekannter
beim Aufklärungsgespräch anwesend ist.
März 2010

Mit freundlicher Genehmigung von
PD Dr. med. Jalid Sehouli; Prof. Dr. med. Werner Lichtenegger
Verlag
© akademos Wissenschaftsverlag Langensaal 6 a, 22559 Hamburg
www.akademos-verlag.de
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