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Nebenwirkungen der Chemotherapie

Die Substanzen einer Chemotherapie wirken besonders gut auf sich schnell teilende Zellen - eine typische Eigenschaft der Krebszellen. Die Nebenwirkungen, wie Haarausfall und Unterdrückung der eigenen Blutzellteilung, lassen sich hieraus ebenfalls erklären, da z.B. auch die Blutzellen eine hohe Zellteilungsrate besitzen. Vor allem in folgenden Organsystemen können Nebenwirkungen auftreten (siehe Abbildung):

  • Knochenmark, der Produktionsstelle der weißen (Leukozyten) und roten (Erythrozyten) Blutkörperchen sowie der Blutplättchen (Thrombozyten)
  • Verdauungstrakt (Appetitlosigkeit, Durchfälle, Verstopfung, Entzündungen im Mundbereich)
  • Nervensystem (Kribbeln, Pelzigkeitsgefühl vor allem in Händen und Füßen,
    Geschmacksstörungen, vorübergehende psychische Verstimmungen)
  • Haare, Haut (Haarausfall, Hautrötung, Hauttrockenheit, Nagelveränderungen)
  • körperliche Schwäche (Fatigue)

Die aufgezählten Nebenwirkungen sind meist vorübergehend und können mit verschiedenen Medikamenten gelindert werden.

Die Chemotherapie ist durch die Entwicklung neuerer Substanzen und den Einsatz von unterstützenden Medikamenten, sog. Supportiva, sehr verträglich geworden und kann in den meisten Fällen ambulant verabreicht werden. So erhalten z. B. alle Patientinnen bereits vorbeugend, also mit Beginn der Chemotherapie, Medikamente gegen die Übelkeit. Natürlich ist es für eine effektive Therapie dieser Nebenwirkungen notwendig, dass die Patientin dem Arzt alle Beschwerden (z.B. Übelkeit, Verstopfung) mitteilt, auch wenn diese zunächst nicht mit der Therapie in Zusammenhang zu stehen scheinen. Allgemein gilt, dass die Chemotherapie innerhalb von etwa vier bis sechs Wochen nach der Operation begonnen werden sollte. Die Dosierung erfolgt individuell nach Körpergröße, Gewicht und bei einigen Medikamenten zusätzlich nach der Nierenfunktion. Die Chemotherapie wird in regelmäßigen Abständen, sog. Zyklen, gegeben. Die genaue Anzahl der Therapiekurse hängt von der Verträglichkeit und der Wirksamkeit (dem sog. Ansprechen) der Chemotherapie ab und kann im Voraus nicht immer festgelegt werden. Meist werden aber 6 Behandlungszyklen der jeweiligen Chemotherapie angestrebt.

Das Eibenmedikament Paclitaxel in Kombination mit Carboplatin gilt - aufgrund eindrucksvoller Ergebnisse europäischer und amerikanischer Studien - als Standard der Erstbehandlung nach Operation des Eierstockkrebses. Das Krebsmedikament Carboplatin wurde eingeführt, da es weniger Nebenwirkungen auf die Nieren, Nerven und das Innenohr aufweist als Cisplatin. Die Standardtherapie Paclitaxel + Carboplatin wird gewöhnlich in sechs Einzelgaben (Zyklen) im Abstand von 21 Tagen verabreicht. Außerdem kann der Antikörper Bevacizumab zusätzlich zu Paclitaxel und Carboplatin gegeben werden.

DE/TOP/0011a/11(1), Mär14

Mit freundlicher Genehmigung von
Prof. Dr. med. Jalid Sehouli; Prof. Dr. med. Werner Lichtenegger
Verlag
© akademos Wissenschaftsverlag Langensaal 6 a, 22559 Hamburg
www.akademos-verlag.de

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