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Chemotherapie
- die zweite Säule der Therapie

Das Ovarialkarzinom gilt als einer der Tumoren
mit der höchsten Chemotherapiesensibilität,
d.h., dass die Chemotherapie
beim Eierstockkrebs eine sehr hohe Ansprechrate
und Wirksamkeit besitzt.
Die Standardbehandlung besteht neben
der dargestellten maximal erreichbaren
operativen Tumorentfernung bzw. Tumorverkleinerung
in einer anschließenden
Chemotherapie. Nur bei Patientinnen mit
absoluten Frühstadien ohne jegliche Risikofaktoren
wird in diesem Stadium keine Chemotherapie
empfohlen. Die einzelnen Medikamente
(Zytostatika) werden aus Pflanzen oder
Pilzen gewonnen oder chemisch hergestellt.
Diese Substanzen greifen in die sog. "DNA"
(siehe Abbildung) ein, in der die Informationen
der Tumorzelle gespeichert sind.
Die Chemotherapie wird gewöhnlich über
die Venen mittels Flexüle® oder Port®
(siehe Abbildung) verabreicht, um den gesamten
Körper mit seinen Organsystemen
zu erreichen. Bei
einem Port wird operativ
(meist in örtlicher Betäubung) ein künstlicher
Katheter in eine große Vene eingelegt
und mit einer Kunststoffkammer verbunden,
die unter die Haut gelegt wird und wiederholt
für die Chemotherapie und Blutabnahmen
punktiert werden kann. Nach Ende der
Gesamtbehandlung wird er wieder entfernt.
März 2010

Mit freundlicher Genehmigung von
PD Dr. med. Jalid Sehouli; Prof. Dr. med. Werner Lichtenegger
Verlag
© akademos Wissenschaftsverlag Langensaal 6 a, 22559 Hamburg
www.akademos-verlag.de
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